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Ich besitze seit Mittwoch eine Wildschweinborsten-Bürste*. Und hach, ich bin süchtig. Könnte mir stundenlang die Haare bürsten, weil das so schön die Kopfhaut massiert. Aber eigentlich sind die Teile ja dazu da, dass Sebum von der Kopfhaut in den Haaren zu verteilen, um so den kostbaren Schopf mit körpereigenen Mitteln zu pflegen. Bisher ist meine Kopfhaut sehr happy, und meine Haare glänzen nach dem Bürsten als hätte ich sie lackiert. Noch sehen sie recht fix „fettig“ aus, aber nicht pappig-eklig. Bin gespannt wie sich das dann einpendelt, mit dem Waschen und so.
*Aus dem Karstadt. Für 10 Euro. Kein Luxus-Erste-Schur-Bei-Vollmond-geerntet-Modell. Bin zufrieden.
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Meine Haare mögen keine Seife. Oder mein Wasser ist zu kalkhaltig. Oder ich bin zu blöd. Oder die Seife zu fetthaltig. Oder alles zusammen. Jedenfalls habe ich heute gleich zweimal gewaschen, einmal mit Seife und einmal mit dem Lush-Bar, weil ich das Gefühl hatte einen ungezogenen Haufen strähniger Drahtwolle auf dem Kopf zu haben. Auch wenn meine Kopfhaut die Seife toll findet – ich kehre zu Shampoo zurück. Es lässt sich einfacher ausspülen und ich habe danach keine drahtigen und sich irgendwie schmierig anfühlenden Haare. Und keine Kalkseifenklümpchen in Haaren und Kamm hängen.
Wir halten fest: Einmal mit Seife geht wunderbar. Nach dem zweiten Mal mit Seife waschen hab ich fettig aussehendes, widerspenstiges Drahthaar. Letzte Woche war es genauso, aber da dachte ich noch es hätte an der fehlenden Essigspülung gelegen und mir mit dem nächstbesten Shampoo was im Badezimmer meiner Gastgeber herumstand die Haare gewaschen. Aber als es jetzt wieder so war, trotz rigorosen heißen und sehr langen Ausspülen und Essigspülung streck ich die Waffen nieder.
Aber ein Versuch war es wert.
Jetzt bin ich allerdings gespannt ob die Schuppen wiederkommen, oder ob ich sie erfolgreich vertrieben habe. Die sind nämlich sehr urplötzlich aufgetaucht als ich ein Alverde-Shampoo ausprobiert habe… da war Sodium Laureth Sulfate drin und das hat mir meine Kopfhaut sehr übel genommen. Gebrannt, gejuckt – ganz furchtbar. Und seitdem hatte ich Schuppen. Obwohl ich das Shampoo höchstens 2 Mal verwendet hatte, die Schuppen blieben. Bis jetzt. Ich hoffe sie kommen nicht wieder.
Weil ich Lust auf Farbexperimente mit meinem Pony hatte, habe ich mir mal wieder eine Packung Henna gekauft. Sante Mahagoni – und mir nach Anleitungen aus dem Langhaarnetzwerk eine Färbepaste mit folgender Zusammensetzung angerührt:
- 2EL Henna
- kochendes Wasser bis Henna schön breiig war
- 1 TL Honig
Einwirkzeit: 1 Stunde
Mal abgesehen davon dass für meinen Pony 1EL Henna wahrscheinlich auch gereicht hätte war es das beste Hennaerlebnis bisher. Die Paste war nicht krümelig, hat anständig gefärbt (angeblich verbessert Honig das Färbeergebnis) und sie ließ sich auch anstandslos auswaschen. Allerdings trau ich mich nicht mehr mir das Zeug in die Längen zu schmieren, da hatte ich bisher immer nur katastrophale „Hilfe ich krieg den Matsch nicht mehr aus meinen Haaren“-Erlebnisse. Außerdem will ich eigentlich garnicht rot werden. Aber dunkelbraun vielleicht.
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Seife ist toll. Meine Haut liebt sie. Dabei ist es wirklich nur eine ganz normale Seife. Die Haut ist nicht mehr trocken (also muss ich auch weniger cremen!), meine Schuppen sind weg (woohoo!) und man ist auch noch viel schneller wieder aus der Dusche, weil man sich einfach einmal von oben bis unten einseift, abspült und fertig ist.
Was die Haare angeht: Da muss ich noch ein paar Dinge anders machen (deswegen die Links im vorherigen Post) aber so an sich ist das Ergebnis positiv. Haare sauber und fluffig.
Gelernt:
*Kalkseife in den Haaren (weil die Essigspülung ausgegangen ist) ist doooooof. (Note to self: In Zukunft nur noch mit einer Flasche Essig verreisen.)
*Meine Haare brauchen kein Öl. Außer ich will fettig aussehende Flauschhaare haben.
*Dinge radikal umstellen benötigt auch ein radikales Umdenken was Gewohnheiten angeht.


