Zum Inhalt springen
Dezember 13, 2010 / Diana

worüber man sich klar sein sollte

Immer wenn ich in meinem Lieblingslanghaarforum lese, fällt mir auf, dass sehr viele Mädels dort gerne sehr viel ausprobieren. Das ist an sich ja nicht schlimm – jede von uns ist auf der Suche nach dem Heiligen Gral der Haarpflege. Nur – nach einmal Waschen mit Produkt oder Methode XY gleich in Jubelschreie auszubrechen ist nicht sinnvoll. Und wenn die Ergebnisse nach dem zweiten oder dritten Mal dann auf einmal nicht mehr so berauschend sind die Methode/ das Produkt gleich wieder fallen zu lassen – auch nicht sinnvoll. Haut und Haare brauchen Zeit sich auf die Veränderungen einzustellen. Und das kann dauern. Im Falle der durch übermäßig scharfe Tenside auf Hochtouren laufenden Sebumproduktion bis zu 6 Wochen.

Deswegen ein paar grundsätzliche Gedanken zur Natronwäsche:

- Es ist utopisch zu erwarten dass die Haare damit danach genauso ausschauen wie wenn man sie mit herkömmlichem Shampoo/Conditioner wäscht. Bei jedem ist die Reaktion anders, bei mir schaut sie so aus dass die Haare ein bisschen strähniger sind. Und ein bissschen fettiger – aber genau das will ich ja.

- Die Haare duften nicht. Nicht nach Essig, nicht nach künstlichen Duftstoffen. Und wenn man nicht jeden Tag wäscht, erhascht man gelegentlich einen Hauch “Eigengeruch”, der nach heutigen “Reinlichkeitsstandards” für viele vielleicht eklig ist. Weil sie ihn garnicht mehr kennen. Aber Haare duften halt nicht natürlicherweise nach Beeren. Oder Früchten.

- Dadurch dass man die Haare und die Kopfhaut nicht von all ihren natürlichen Fetten befreit, können sie sich gelegentlich ein bisschen pappig anfühlen. Und fettig sein. Fettig heißt nicht dass man waschen muss… ein bisschen Babypuder reicht auch schon. Das tut man sich abends auf die Haare, verteilt es schön, und über Nacht saugt es all das Fett auf. Morgens bürstet man es dann aus, und schon sind die Haare nicht mehr so pappig.

- Man muss leidensfähig sein. Man wird nicht der Norm entsprechen, und Bad Hair Days werden am Anfang häufig sein. Vorteil bei langen Haaren: Man versteckt sie in einem Dutt, und keiner wird je was merken. Bei kürzeren Haaren kann das schon schwierig sein.

- Man sollte sich darüber klar sein, dass man die merkwürdigsten Entzugserscheinungen entwickeln kann. Wir sind durch die Werbung einer dauernden Gehirnwäsche ausgesetzt, so dass es wirklich viel viel Überwindung kosten kann Dinge anders zu machen als einem jahrelang erzählt wurde. Man muss nicht täglich Haare waschen. Man braucht keinen Schaum um saubere Haare zu haben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.